Critical Whiteness

Glossar

Critical Whiteness Definition | Kritische Weißseinsforschung

Die Forschungsperspektive der Critical Whiteness beleuchtet die kritische Selbstreflexion der weißen Hautfarbe und damit einhergehender Privilegien im Kontext von Rassismus und Diskriminierung. Der aus den USA stammenden Forschungsrichtung liegt die Annahme zugrunde, dass das Weiß-Sein eine bestimmte Weltsicht mit sich bringt, die oftmals nicht hinterfragt wird. In einer sozialen Realität, die wesentlich von sozialen Konstruktionen geprägt ist, wird die weiße relational zu anderen Hautfarben als vermeintliche Bezugsnorm wahrgenommen. Aus der Konstruktion dieser scheinbaren Bezugsnorm folgen diverse strukturelle Privilegien sowie ökonomische, soziale und politische Macht zugunsten weißer Menschen. Die fälschliche Wahrnehmung und unhinterfragte Annahme der Privilegien tragen zu ihrer Tradierung innerhalb der Gesellschaft bei. Mit dem Ansatz der Critical Whiteness soll durch Reflexion des eigenen Standorts und kritischer Hinterfragung der eigenen Privilegien qua Hautfarbe dazu beigetragen werden, bestehende asymmetrische Machtstrukturen aufzubrechen und Formen des alltäglichen und strukturellen Rassismus zu überwinden.

Artikelhinweise zum Thema „Critical Whiteness“


  • Stereotyp und Vorurteil - Definition


    Stereotyp und Vorurteil – Definition und Begrifflichkeit

    Mentale Vereinfachungen komplexer Kontexte: Stereotyp und Vorurteil

    Ein Stereotyp (griech. stereós – „fest, hart, haltbar, räumlich“ und týpos – „-artig“) ist eine mentale Vereinfachung von komplexen Eigenschaften oder Verhaltensweisen von Personengruppen. Obwohl diese vereinfachten Eindrücke und Darstellungen nicht immer wahrheitsgetreu sind,


  • Intersektionalität

    Intersektionalität

    Der Begriff der Intersektionalität (engl. intersectionality) verweist auf ein Konzept, welches die Erfahrungen von Zugehörigkeit und Exklusion einer Person nicht in Einzelursachen, sondern in der Verschränkung diesen Ursachen zu Grunde liegenden Strukturkategorien untersucht. Dabei werden Persönlichkeitsmerkmale wie Gender, Klasse oder Ethnie nicht getrennt voneinander betrachtet,

  • Fortbildung Prozessbegeleiter - Interkulturelle Öffnung

    Fortbildung Prozessbegleiter Interkulturelle Öffnung und Diversity Management

    Aktiv interkulturelle Öffnungsprozesse begleiten lernen: Die Fortbildung befasst sich mit dem Diversity Ansatz und auch mit dem Thema Critical Whiteness. Diversity Management ist die strategische Entscheidung einer Institution, einer Organisation oder eines Unternehmens, Handlungsansätze zu entwickeln…weiter lesen


  • Postkoloniale Theorie

    Postkoloniale Theorie

    Im Blickpunkt: Geschichte des Kolonialismus – Postkoloniale Theorie

    Die Postkoloniale Theorie (eng. Postcolonial studies) verfolgt den Ansatz, die Konstruktion kultureller Unterschiede und deren Übertragung auf gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen. Ihr Gegenstand ist die Geschichte des Kolonialismus und damit einhergehende Hierarchisierungen und stereotype Denkmuster,


  • Anti-Bias-Ansatz

    Anti-Bias-Ansatz Definition

    Inhalte Anti Bias

    Der Anti-Bias-Ansatz ist ein pädagogisches Konzept, welches in den 1980er Jahren in den USA von Louise Derman-Sparks und Carol Brunson-Philips entwickelt wurde. Seit mehreren Jahren wird der Ansatz auch in Deutschland im Kontext interkultureller und anti-diskrimierender Bildungsarbeit

 

Logo ESF Logo DGIKT TQCert - AZAV zertifiziert Landesschulamt-LSA Logo Charta-Vielfalt Logo iMOVE-Guetezeichen