Definition Kommunikation: Direkte & indirekte Kommunikation

Glossar

“Gesagt heißt nicht immer gesagt,
gesagt heißt nicht immer gehört,
gehört heißt nicht immer verstanden.”
(frei nach Konrad Lorenz (1903-89), österreichischer Verhaltensforscher)

Definition Kommunikation

Um sich dem Begriff der Kommunikation anzunähern, muss zunächst verstanden werden, was alles unter Kommunikation verstanden werden kann.

Kommunikation begegnet uns überall im Alltag: Sei es bei Gesprächen mit Kollegen, das Le-sen einer Zeitung oder aber auch das fröhliche Gesicht eines Freundes. Dementsprechend empfangen wir überall Signale und Zeichen, die (oftmals) unsere Handlungen leiten und bestimmen.

Kommunikation (lat. communicare = teilen, mitteilen) beschreibt dabei in erster Linie den wechselseitigen Austausch von Sprache, Schrift oder Bild. Kommunikation kann dabei als ein Vorgang bezeichnet werden, bei dem Informationen (Signale oder Zeichen) von einem Sen-der zu einem Empfänger übermittelt werden. Dieser Vorgang beinhaltet auch immer einen Prozess der Zeichenübermittlung und Verständigung (vgl. Müller/Gelbrich 2014).

Die Informationen, die vermittelt und übermittelt werden können, umfassen ein breites Spektrum. Sprache kann zum Beispiel in mündlicher oder schriftlicher Form (direkte und indirekte Kommunikation) vermittelt werden, aber das Verhalten (nonverbale und para-verbale Kommunikation) einer Person oder Symbole in der Umgebung (Hinweisschilder, sowie das Aussehen einer Person) können etwas „aussagen“.

Wenn nun Informationen des Senders nicht richtig dekodiert und interpretiert werden, kann diese falsch verstanden werden und es kommt zu kommunikativen Missverständnissen. Ursachen dafür sind in den meisten Fällen unterschiedliche Sprachen der Kommunikationspartner und dadurch resultierende Übersetzungsfehler, Mehrdeutigkeiten der Informationen bzw. kulturelle Unterschiede. Aber auch mangelnde Aufmerksamkeit oder Störvariablen aus der Umgebung können zu Missverständnissen führen.

Definition Direkte Kommunikation

Unter der direkten Kommunikation wird ein Kommunikationsstil verstanden, bei dem die Menschen direkt und deutlich kommunizieren und genau sagen, was sie denken. Zur Vermittlung von Informationen werden Wörter benutzt. Das Hauptziel direkter Kommunikation liegt darin, ohne Umschweife effiziente und klare Informationen zu geben und zu empfangen. Um dies zu erreichen, müssen Sender und Empfänger gleichzeitig am selben Ort sein. Settings direkter Kommunikation sind: Gespräche, Meetings, Interviews, Telefonate etc. Deutschland und die USA sind zum Beispiel Länder mit einer eher direkten Kommunikation.

Definition Indirekte Kommunikaktion

Bei der indirekten Kommunikation werden dagegen Informationen und Botschaften z. B. mithilfe von Anspielungen übermittelt, die meist einen weiten Interpretationsspielraum lassen. Die Menschen sagen somit oftmals nicht direkt, was sie denken. Ein Unterschied zur indirekten Kommunikation ist ebenfalls, dass die Kommunikationspartner nicht unbedingt gleichzeitig am selben Ort sein müssen. Settings indirekter Kommunikation sind u. a. E-Mail, Briefverkehr, SMS oder Leserbriefe (vgl. Knill 2009; Loch/Schiffmann 2009). Länderbeispiele sind dafür u. a. China und Korea.

Bei der schriftlich-visuellen Kommunikation bezieht sich die paraverbale Kommunikation auf die Typographie, Interpunktion, Schreibweise und Anordnung von Bildelementen (vgl. Müller/Gebrich 2014).

Literatur

Knill, M. (2009). Kommunikationsformen. Abgerufen am 7. Februar 2017 von http://www.rhetorik.ch/Kommunikationsformen/Kommunikationsformen.html
Loch, A., & Schiffmann, P. (2009). Interkulturelle Orientierung und Handlungskompetenz. Bad Honnef: InWEnt.
Müller, S., & Gelbrich, K. (2014). Interkulturelle Kommunikation. München: Vahlen.
Müller-Jacquier, B. (1999). Interkulturelle Kommunikation und Fremdsprachendidaktik. (Studienbrief Kulturwissenschaft). Koblenz: Universität Koblenz-Landau.

Artikel- und Seminarverweise zum Thema “Definition Kommunikation: Direkte & indirekte Kommunikation”

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