Perspektivenwechsel | Perspektivwechsel – Definition

Glossar

Das Ich und das Fremde: Perspektivenwechsel | Perspektivwechsel

Unter der Fähigkeit zum Perspektivenwechsel wird im Kontext Interkultureller Kompetenz die Fähigkeit verstanden, neben der eigenen Sicht auch andere, durch kulturelle Prägung variierende Sichten einzunehmen. Dies betrifft sowohl die Einschätzung von Situation und Ereignissen als auch die grundlegende Weltsicht.
In einem ersten Schritt ist es hilfreich sich der eigenen Sozialisierung innerhalb eines bestimmten Kulturraums bewusst zu werden. Darauf aufbauend zielt ein Perspektivenwechsel darauf ab, sich in die Werte und Standards einer oder mehrerer fremder Kulturen hineinversetzen zu können. Im Idealfall beugt ein bewusster Perspektivenwechsel interkulturellen Missverständnissen vor und trägt zur Konfliktlösung bei.

Bei der Arbeit mit Kritischen Ereignissen/Critical Incidents im interkulturellen Training ist beispielsweise der Mehrperspektivenfall eine klassische Methode, um Perspektivenwechsel zu üben.

Literatur

Kordes, Hagen/Nicklas, Hans (2006): Der interkulturelle Blick als Perspektivenumkehrung. In: Nicklas, Hans/ Müller, Burkhard/ Kordes, Hagen (Hg.): Interkulturell denken und handeln. Theoretische Grundlagen und gesellschaftliche Praxis, Schriftenreihe BPB (Bd. 595), Frankfurt a.M.: Campus Verlag.

Kerntke, Wilfried (2001): Perspektivenwechsel als Erkenntnisquelle. In: www.inmedio.de, URL: https:/
www.inmedio.de/sites/default/files/15_k_perspektivwechsel.pdf, Zugriff am: 03.04.2019.

Artikelhinweise zum Thema “Perspektivenwechsel | Perspektivwechsel – Definition”

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    Bei kultureller Selbsterfahrung geht es nicht um personale Eigenschaften oder Lebensweisen, sondern um Verhaltensweisen oder Einstellungen, die sich von Kultur zu Kultur unterscheiden können, jedoch im eigenen kulturellen Kontext gleich sind. Somit nimmt man das kulturelle Selbst nicht unbedingt bewusst wahrweiter lesen

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